Workshop: Training stressbewältigender Kompetenzen

Training stressbewältigender Kompetenzen (TSK)

Stress ist heutzutage oftmals ein nahezu normativer Bestandteil des täglichen Lebens vieler Menschen. Da uns Stress als ständiger Begleiter vertraut geworden ist, erleben wir ihn sozusagen als Gewohnheit, die wir kaum mehr hinterfragen und als gegeben hinnehmen. Oft haben wir eher den Eindruck dem Stress ausgesetzt zu werden anstatt zu erkennen, dass wir selber einen bedeutenden Anteil dazu leisten Stresserleben zu erzeugen und es vor allem von unseren eigenen Kompetenzen abhängt, ob und inwiefern wir befähigt sind Stress zu bewältigen. Im Training stressbewältigender Kompetenzen (TSK) widmen wir uns der Entwicklung und Stärkung dazu förderlicher Fähigkeiten, Fertigkeiten und Ressourcen.

Unsere gedanklichen Bewertungsprozesse beeinflussen stark, ob und in welchem Ausmaß wir Situationen, Ereignisse oder Erfahrungen als stressig erleben. In Folge dessen ist es bedeutsam sich die gedanklich oft unbewussten Bewertungsprozesse bewusst zu machen, da der Bewertungsprozess sich ausdrückt in unserem emotionalen Erleben (von Gefühlen), körperlichen Symptomen (Beschwerden) und unserem Verhalten (Handlungen), auf welches unsere Umwelt reagiert. So ist es günstig Ansatzpunkte zu finden, die Konsequenzen unserer gedanklichen Annahmen möglichst positiv zu gestalten.

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Empowerment

Obwohl die aus dem Stresserleben resultierenden psychischen und physischen Beeinträchtigungen teilweise erheblich ausfallen und auf lange Sicht auch unsere Gesundheit gefährden können, setzen sich die wenigstens Menschen aktiv und bewusst mit Stress und der Bewältigung auseinander. Die Hoffnung besteht meist darin, dass es sich irgendwie schon richten wird. Uns selber als verantwortlichen Akteur zu begreifen, fällt uns häufig schwer, da wir uns als Opfer der Umstände empfinden. Ein Training stressbewältigender Kompetenzen bietet die Chance genau das zu verändern und persönliches Empowerment zu entwickeln – die Lebensgestaltung selbst in die Hand zu nehmen.

Der konstruktive Umgang mit dem Thema ermöglicht es zunächst ein Verständnis der Stressreaktion zu entwickeln, die eine lebenswichtige Funktion erfüllt. Im Besonderen geht es darum die persönlichestressauslösenden Bedingungen überhaupt erstmal zu erfassen, um nachteiligen Entwicklungen möglichst frühzeitig entgegenwirken zu können. Sogenannte Frühwarnzeichen dienen als Indikatoren für Handlungsbedarf. Nur dann, wenn wir in der Lage sind diese alarmierenden Signale zu deuten, können wir rechtzeitig förderlich reagieren, um uns zu schützen. Die Sprache unseres Körpers ist meist deutlich und eindeutig, doch nur wenn wir zuhören und sie verstehen, können wir angemessen und selbstfürsorglich antworten.

Neben den Bedingungen, die zu Stress führen, werden die vielfältigen Auswirkungen von insbesondere dauerhaft erhöhtem Stresserleben thematisiert. Zentral für den konstruktiven Umgang mit den auslösenden sowie verstärkenden Faktoren ist die Entwicklung von neueSicht- sowie Verhaltensweisen, die neue Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, die es zu erproben und zu festigen gilt, um so destruktive Verhaltensmuster abzulösen. Neben dem Erwerb konstruktivementaler und handlungspraktischeBewältigungsstrategien werden auch regenerative Prozesse einbezogen. In der Auseinandersetzung mit Anstrengungen ist es wichtig auch für ausreichend Erholung und Entspannung zu sorgen, um verbrauchte Energien regelmäßig in erforderlichem Umfang zu erneuern. Wir halten uns leider oft für unermüdliche und unerschöpfbare Duracell-Hasen und vergessen unsere Batterien wieder aufzufüllen und angemessen zu regenerieren.

Um einen gemeinschaftlichen Erfahrungsaustausch anzuregen, lässt sich ein Training stressbewältigender Kompetenzen (TSK) gut in einer kleinen Gruppe mit bis zu 10 Personen durchführen. Das bietet zudem den Vorteil, dass die Teilnahme kostengünstiger ausfällt. Je nach Bedarf und Wunsch können die Anzahl der Termine festgelegt und die inhaltlicheSchwerpunkte thematisch an ihre Bedürfnisse angepasst werden und umfassen so vier bis acht zweieinhalbstündige Sitzungen. Diese werden in wöchentlichem Abstand terminiert, damit sie die Möglichkeit haben ihre Erkenntnisse zwischen den Terminen anzuwenden und Strategien auszuprobieren und ggf. auftretende Fragen zu stellen oder Schwierigkeiten anzusprechen. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit der Durchführung als ein- oder zweitägige Blockveranstaltung.

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